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nach Vereinbarung jederzeit möglich!

Erich Schreiber
Brünnerstr. 20c, 2170 Poysdorf
office@wino.at
Mobil 0664/99 03 240
IMPRESSUM
Montag, 19. November 2018 GESCHLOSSEN!!!

10. August 2018

Um mich herum alles weiss, darüber blauer Himmel, unwirklich, fantastisch anmutende Umgebung. Türme von weissen, mächtigen Wolken, eisiges Land. Angeblich hat es da draussen 40-45° minus, das ist so in 10.000 Metern Höhe. Ich sitze in einem Flieger der Air Baltic und bin mit Monika von Riga auf dem Weg nach Wien...

Die Hitze hat auch das Baltikum gepackt. 35 - 36° sind auch hier schon normal, geregnet hat es auch schon seit Wochen nicht. Trotzdem eine wunderbare Erfahrung. Viel Gegend, unglaubliche Weiten und Wälder durchzogen nur von Flüssen, die sich ihren Weg durch das Land suchen. Teiche und riesengrosse Seen sorgen für willkommene Abkühlung auf unseren Wegen von A nach B. Ja, die Ostsee ist tatsächlich ein Fall für "Warmduscher", wie mir Johannes, ein alter Freund berichtet hat. Uns ist es natürlich auch ein bisserl wärmer recht.

Freundliche Leute überall -mit einer Ausnahme - eine recht beleibte Dame war der Meinung das das kleine Stückl Strand ihr "... own property, leave this place, otherwise I´ll call the police..." Eigentum sei. Na, dann sollte sie halt Recht behalten. Wir versuchten kleine, wie auch grössere Städte zu bereisen, von Sehenswürdigkeiten gibt es ebenfalls genug da oben, obwohl wir ehrlicherweise anmerken, dass nicht alle sehenswürdig sind, sofern man sie überhaupt findet.

Ausgezehrt von den letzten Wochen, wollte ich die Zeit natürlich auch nützen, um mich zu erholen und meine verlorenen Kilos wieder zu ergänzen. Kulinarik in diesen Ländern (wir waren in Litauen, Lettland und Estland) ist sehr unterschiedlich, deftig, gänzlich anders als bei uns, aber schmackhaft allemal. An den richtigen Plätzen ausgesprochen fein, auch international, was für Speisen wie auch Weine gilt. In der "gehobenen" Gastronomie ausgesprochen versiert, freundlich, mehrsprachig und offensichtlich international erfahren. Als feinste Entdeckung möchte ich noch das "Rannahotel" in Pärnu/Lettland, an der Ostsee erwähnen. Abgesehen davon, dass es (bereits 1937 erbaut) architektonisch wunderschön und mit feinen kleinen Zimmern ausgestattet ist, hat mich diese Mannschaft im Restaurant restlos überzeugt. Weine, auf einem Spitzenniveau, aus aller Herren Länder (auch Österreich), Speisen, wie kleine Kunstwerke zubereitet, unglaublich schmackhaft, haben uns gesättigt, so dass wir danach nicht übervoll waren, sondern nach einem Abendspaziergang seelig entschlummert sind - der Koch hat angeblich bis vor kurzem 5 Jahre im dänischen "Noma" gekocht...Ich werde natürlich versuchen, die entdeckten Topweine in nächster Zeit auch bei uns zu präsentieren.

Bis dahin gönnen wir uns noch ein wenig Ruhe,
auf bald,
Erich



Sommer!

Nach Wochen sehr unterschiedlichen Wetters, pendelt sich der Sommer nun endlich ein. Viele nutzen die Gelegenheit dem beruflichen und anderen Alltag zu entkommen. Endlich den Kopf frei zu bekommen, mit nahestehenden Vertrauten so viel Zeit wie möglich zu verbringen oder Neues zu entdecken. Unbekannt Länder zu bereisen ist immer noch sehr  beliebt, aber auch das Gute, das so nah liegt, sollte nicht vergessen werden. Natürlich werden auch wir wieder unterwegs sein, ja eigentlich reisen, weil wir am Morgen noch nicht wissen, wo wir am Abend sein werden...

Eines ist aber auch ganz sicher: Das Weinviertel werden wir auch wieder bereisen! Unser aller Heimat bietet immer wieder unglaublich Schönes, Verstecktes, Überraschendes. Das noch als Anregung selbiges zu tun.
Schönen Sommer noch & bis bald!


Neues vom WINO Vinothek/Weinbar!


 Nun sind schon ein paar Monate vergangen seit die Autobahn A5 an Poysdorf vorbeiführt, wir haben wieder ein „normales“ Leben und wie es ein Freund nannte, für Poysdorf beginnt eine neue Zeitrechnung. Die nächsten  Monate und Jahre werden zeigen, wie sich ein vernünftiger Weintourismus etablieren kann, von dem unsere Kommune profitieren wird. Ich würde sagen, dass wir guten Zeiten entgegensehen…

In eigener Sache gibt es auch etwas zu berichten: WINO Vinothek/Weinbar wird am Montag, 25. Juni dreizehn  Jahre jung, es wird wieder eine kleine Feierstunde geben! Und nicht nur das – im täglichen Arbeitsanfall ist der 300 Jahrestag verlorengegangen, an dem einer meiner Vorfahren auf der Parzelle 114 den Keller, der uns jetzt als Standort dient, sowie das Bauernhaus im Radyweg, in dem ich aufgewachsen bin, erstanden hat. Also feiern wir eben heuer den 301 Jahrestag gleich dazu!

Die 2017er Weine zeigen schön langsam was sie können, sie sind mit wunderbarer Frucht und Körper versehen, werden sich zweifellos noch positiv entwickeln, haben aber vielfach einen etwas milderen Säurepegel. Ein Tipp meinerseits ist, sich kräftigere 2016er zu Gemüte zu führen, die sich in einem einfach wunderbaren Zustand befinden.

Ein paar Zeilen noch zur in Kraft tretenden Datenschutzverordnung. Ich muss, und ich werde auch nicht an alle meine Kunden eine Aussendung machen nur um dem Gesetz Genüge zu tun. Diese Nachricht wird die letzte sein – alles, was ich Euch mitteilen will, wird dann auf meiner Website www.wino.at zu finden sein. Ich hoffe, Ihr habt Verständnis für diesen meinen Schritt!

Ich wünsche noch einen schönen Spätfrühling und Frühsommer und einfach gute Zeiten,
Erich & das WINO Team




PS. Eine kleine Nachricht, die mir große Freude bereitet hat wollte ich Euch auch nicht vorenthalten:

Hi Erich,
Just a short email to let you know what a great time we had at your wine bar last Friday evening. We are the group of 4 from Malta who also visited Marion Ebner Ebenauer for a wine tasting.
It is truly amazing that in a small village like Poysdorf, one can find such a gem of a place with a great cellar and run by a true wine lover! If only we had such places in Malta...............
If ever you decide to set foot on Malta , we would be happy to meet you again!
Have a nice evening


Ray



Eine kleine Italienrundreise & Neues im WINO

Zeit muss genutzt werden und so gut es geht, nutzen wir sie auch. Pläne werden oftmals umgeworfen und geändert - anstatt einer Reise nach Spanien wurde nun ein Kurztrip ins Friaul, Toskana und Umbrien. Montag  Früh zum Schwager Karl, rein ins Auto und auf nach „Bella Italia“ . Man mag über dieses Volk denken wie man will, ich liebe sie, die Italiener… Immer wieder komme ich gerne in dieses Land. Abgesehen von den landschaftlichen Schönheiten sind sie auch selbst schön (zumindest die meisten von ihnen), verstehen sich geschmackvoll zu kleiden, schätzen gutes Essen und guten Wein und ja, sie arbeiten auch wie die Tiere (alle, die ich kenne)!

Ein Zimmer und ein Tisch waren schnell organisiert im „La Subida“ nahe Cormons, die Matrone war wunderbar behilflich bei der Auswahl unseres Menus samt Weinbegleitung und wir ließen all diese Genüsse über uns ergehen, schmolzen dahin bis wir gegen „Mezzanotte“ gut gefüllt und glücklich entschlummerten…

Tag 2 führte uns zuerst nach Siena (Karl war seit 30 Jahren nicht mehr da) und dann zu Agnese, Paola und Andrea (Uccelliera) samt Nachwuchs Annarita nach Montalcino. Ausgiebiges Kosten der neuen Jahrgänge, Vergleiche von verschiedenem Holz, überprüfen von bereits gekauften Weinen, das neue Olivenöl beschäftigte uns ausgiebig bevor wir zum Abendessen gehen. Agnese führt uns in ein kleines, typisches Ristorante, abseits von bereits touristisch erschlossenen Pfaden. Nachdem ich ja einige Tage vorher schon unser Kommen angekündigt hatte, durften wir in Agnese`s privatem, Jahrhunderte alten Haus residieren.

Tag 3 begann mit dem Verladen der Weine, nachdem wir mit einem ausgiebigen Frühstück versorgt waren. Danach begann die Phase des Entdeckens. Orvieto, Assisi, Montefalco, Arezzo, der „Lago Trasimeno“, Perugia, wo wir für die nächsten Tage unser Quartier bezogen…

Sagrantino ist der typische Rote den man in Umbrien trinkt, ein Wein der einem nicht unkompliziert auf den Gaumen fällt, man muss ihn sich schon erarbeiten, ähnlich den Sangioveses in der Toskana. Diese Weine haben mächtige Körper, Tannine, sind ein wenig sperrig und haben eine schöne, wärmende Länge. Ganz nebenbei passen sie zu den kräftig, deftigen Speisen aus der Region, wo Wild oder etwa Schaf einen hohen Stellenwert haben.

Wir haben uns eher in örtlichen Vinotheken (großartig in Sachen Kompetenz und sowieso das „L`Alchimista“ in Montefalco) umgesehen um so viel verschiedene Weine wie nur möglich im Vergleich zu probieren, in den nächsten Wochen werden wir dann sehen, wie die Weine vom heimischen Publikum angenommen werden…

Eine kurze, aber ziemlich intensive Grippe machte unserem Treiben ein jähes Ende, etwas früher als geplant brachen wir unsere Reise ab.

Wieder daheim angekommen und auskuriert, kam ein Paket aus Moixente (Valencia) von Pablo Calatayud (ihr kennt ja „Parotet“ oder „Maduresa“ von ihm) mit einigen neuen Weinen, einer CD (er spielt in einem riesengroßen Blasorchester Euphonium), und einem Buch von Luis Gutierrez, einem spanischen Weinjournalisten mit dem Titel „The new Vignerons“, in dem er 14 aus seiner Sicht der besten (Weinmacher) „Vignerons“, und Pablo ist auch dabei, vorstellt. Mittlerweile hab` ich es natürlich schon gelesen und war begeistert. Nicht ein einziger Wein wird in diesem Buch beschrieben, sondern die verschiedenen Zugänge die einzelne Winzer zum Wein haben, ganze eigene (manchmal auch als „verrückt“ angesehene) Ideen der Weinbereitung, Speisen, die mit den Weinen harmonieren und viele andere Betrachtungen die dieses Buch lesenswert machen! Ja, und vor allem ein Satz der gleich in der „Introduction“ aufgefallen ist: „They travel the world, eat, drink, enjoy life, they taste different wines, they challenge what`s established, they push the limits, make mistakes, learn and improve“… Ich denke darum geht`s – man kann Wein nicht nur trinken, man kann ihn auch leben!!!



Weihnacht 2017!
 
Es ist es geschafft! Die „stillste“ Zeit im Jahr war wieder keine, Stress und Druck bis zuletzt und doch war es eine schöne Zeit, eine erfolgreiche, eine, die mich vorbereitet hat auf stillere Stunden, die ich mit meinen Liebsten verbringen werde. Nach fast 13 Jahren WINO Vinothek/Weinbar weiß ich mehr, aber noch lange nicht alles, ich weiss auch, dass man nicht immer alles richtig machen kann und das auch nicht muss…

Wir, meine Mitarbeiter und ich samt Familie, wünschen euch einfach eine schöne Zeit und auch, dass die Vorfreude auf die Wiedereröffnung Anfang Februar eine ähnliche ist, wie die Freude auf Weihnachten…

Erich & das WINO Team


Herbst 2017 - am Morgen!

Raus aus den Federn, ein Blick durch das Schlafzimmerfenster – Sonne!

Nach wenigen Minuten bin ich in den Laufschuhen unterwegs Richtung Wald durch die Weingärten, über Felder, durch Brachanlagen, dann am Rand des Golfplatzes sehe ich in den Niederungen Nebel wie in der Toskana oder der Südsteiermark. Eine wunderbare Stimmung! Ein wunderbarer Geruch – der Tag entwickelt sich...

In den bereits geernteten Weingärten entdecke ich noch ein paar hochreife Körner, süss, verführend, ein Traum! Etwas weiter knacke ich dann ein paar Nüsse – was für ein Frühstück! Am Hutscharenberg dann diese Anlage mit hochreifen Zweigelttrauben, auch nicht zu verachten. Dann sehe ich ein verlassenes Vogelnest und auch Eier sind noch drinnen, Sophia und Antonio, meiner Enkelkinder, werden Freude damit haben. Wunderbar, ständig etwas in der Natur zu finden und zu sehen, obwohl ich gar nichts suche. Jeder Augenblick ein Geschenk! Warum nur bin ich meist alleine hier???




Herbst 2017!


Weinlandschaften sind meist Kulturlandschaften, so oft ich auf meinen Weinreisen unterwegs bin bekomme ich das bestätigt. So auch heuer wieder, als ich in vielen österreichischen Regionen und in der Pfalz unterwegs war. Ich meine auch, dass Leute offener auf einen zugehen, wenn sie aus Weinbaugebieten kommen. Der Austausch über all  die Sorgen und Hoffnungen verbindet einfach, das Wetter hat auch heuer wieder alle Register gezogen wie Frost, Trockenheit, Hagel, in manchen Regionen zu viel Wasser auf einmal, wo anders überhaupt zu wenig, so ist auch dieses Jahr wieder eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Jene, die Wein gerne trinken, können nur hoffen, dass die nächsten Wochen noch gutes Wetter liefern um das, was jetzt noch draußen in den Weingärten reift, in ordentlichem Zustand in den Keller kommt…

Insgesamt wird, wie schon beinah` jedes Jahr, ein wenig früher gelesen. Bei einem Austausch mit Produzenten und Verarbeitern, die ich im Rahmen der Landesgremialtagung , der Wein- u. Sekthändler besucht habe, wurde diese Entwicklung ebenfalls behandelt.

So wird im Weinviertel die Hauptlese voraussichtlich ab dem 11. September beginnen, im Burgenland ist man voraussichtlich bereits am 20. September mit der Ernte fertig. Tina Bremm, aus Zell/Mosel wird mit ihren Männern am 7. September beginnen, Frühsorten wie Müller-Thurgau werden den Anfang machen, mit den Rieslingen wollen sie sich noch ca.3 Wochen Zeit lassen. Bereits in der Endphase befindet sich die Lese im „Proseccoland“ rund um Valdobbiadene und Conegliano.

Fest steht, dass es wieder Wein geben wird und das wir guter Dinge sein können, was die Qualitäten betrifft. Die nächsten Wochen werde ich mich viel in den Weingärten herumtreiben um mir einen Überblick zu verschaffen, was zu erwarten ist und wer voraussichtlich die um ein „Alzerl“ besseren Weine machen wird.

Ab 7. September haben wir unsere WINO Vinothek/Weinbar wieder geöffnet, die Freude ist, wie immer, recht groß und wir freuen uns bereits Euch wieder begrüßen zu dürfen…

Auf einen schönen Herbst,

Erich & das WINO Team


Wieda daham! (nach dem Urlaub)

Gleich nach dem Aufstehen rauf auf`s  Rad, den Bürsting hinauf und schau, die ersten Trauben an den Hecken in der Kellergasse sind reif! Was für ein Genuss, saftig, süß, ein Traum! Ein paar Minuten später nasche ich dann die ersten Weingartenpfirsiche (die kleinen intensiven mit dem weißen Fruchtfleisch) – auch nicht deppert. Nach den eher üppigen Tagen eine Wohltat in vertrauten Gefilden unterwegs zu sein, es tut gut für Geist und Körper…

 Nun aber der Reihe nach! Im Frühjahr schon hat der Filius eines Cousins mitgeteilt seiner Karo das JA-Wort zu geben und nachdem die Großfamilie die letzten 10-12 Mal nur bei Begräbnissen zusammengekommen ist, haben wir beschlossen, das WINO Vinothek/Weinbar ein paar Tage früher zu schließen. Meine Frau, auch eine Schlaue, hat dann noch einen Tag dazugebucht und wir haben am Reinischkogel, beim „Jagawirt“ zuerst Hochzeit gefeiert (und welche!!!) und dann zum Gewöhnen an den Urlaub einen Zweisamen Sonntag u. Montag noch genießen dürfen unter der Obhut der dort ansässigen Wirtsleut. Wir können dieses Refugium nur allerwärmstens empfehlen!

Ein paar Tage später fand man uns in Krungl im Salzkammergut bei den Kanzler`s später dann in der Wildschönau im Wastlhof was auch nicht schlampert war. Dann ist mir  noch eingefallen, dass seit März Wein in der Pfalz abzuholen ist bei den Acham-Magin`s, beim Schmitt und bei den Faubel`s, ein Grund, dort ein wenig zu bleiben – das Deidesheimer Weinfest war auch grad im Gange, was unserer Freude ganz zuträglich war…

Zum Abschluss waren wir dann noch je 2 Tage in Bamberg und Regensburg – sehr zu empfehlen! Für spezielle Tipps könnt ihr dann ja nachfragen, wenn ich meine Arbeit wieder aufgenommen habe. Ja und neuen Wein (auch außer den Pfälzern)  gibt es auch wieder – das nur ganz nebenbei, um eure Vorfreude noch zu vergrößern!!!

Eine kurze Weile noch, dann haben wir wieder geöffnet, ich freu mich schon auf EUCH!

Auf bald,

Erich

12 Jahre WINO

Nun ist schon wieder ein Jahr vergangen – die Alten haben schon recht, wenn sie meinen, dass mit zunehmendem Alter die Zeit schneller vergeht...

Für mich als ungeduldigen Menschen sollte sich das ins Positive drehen, mal sehen ob dies stimmt.

12 Jahre Freude, Begegnungen, Erlebnisse der besonderen Art und vor allem Weine, die nicht nur mich, sondern auch meine Weinfreunde erfreuen. Eine Zeit voller Überraschungen, manchmal scheinbar unlösbaren Problemen, einem Amtsschimmel, der einen ganzen Haufen Nerven gekostet hat und trotzdem hat sich alles immer wieder zum Guten gefügt. Was übrig geblieben ist, nach all den Jahren ist ein gutes Gefühl, die Freude das Richtige zu tun und die Gewissheit, dass es auch noch ein paar Jahre Spass bereiten wird…

In unserer Zeit, die manche mit Sorgen erfüllt, ist es nicht immer leicht, man muss halt ständig daran arbeiten, zu erkennen, wo die wahren Werte oder Bedürfnisse für jeden Einzelnen angesiedelt sind. Vielfach ist der klare Blick auf Wesentliches verloren gegangen, und wir müssen trotzdem froh darüber sein, auf unserer „Insel der Seligen“ leben zu dürfen, ein Blick auf andere Länder dieser Welt sollte uns das klar machen!

So freuen wir uns auf das was kommen wird, auch für die nächsten Jahre, mit all unseren besten Gästen, Freunden, Kunden und Sympathisanten!


Erich  & das WINO Team

 




Weinreise nach Italien

Es hat ja schon Tradition, die Weinreise im Jänner - heuer ging es nach "bella Italia". Ziel ist es, so wie jedes Jahr, Neues zu entdecken, mit den Produzenten ein wenig zu plaudern und natürlich ein wenig wegzukommen vom Alltagstrott.

Sonntag Abend in Prepotto, Friaul. Stefano Novello und seine Frau Laura begrüßen Hannah und mich im Wohnzimmer, die üblichen Begrüßungszeremonien und schon sind wir beim Wein. Ja, sagt Stefano, der 2016er lässt hoffen auf große Qualitäten, noch ruht er in den Fässern, durchgegoren und sozusagen im Wartemodus. Im Verkauf ist aktuell Jahrgang 2014 den wir dann gleich öffnen. Zuerst der Friulano, dann der Pinot Grigio, zum Vergleich noch der Jahrgang 2013 (ich hab`auch davon noch ein paar Flaschen), dann öffnet Stefano noch einen 2004er Grauburgunder  und ich bin überrascht, wie frisch und wenig gealtert er sich zeigt.

Die kurze Stippvisite dauert dann rund 3 Stunden und wir beziehen den reservierten Tisch bei Alberto vom Weingut Collavini erst mit einer Stunde Verspätung.

Nach einer ruhigen Nacht erwachen wir fit und Marina, die Quartiergeberin, zaubert ein wunderbares Frühstück. Kurz nach neun sehen wir Cinzia Visintini wieder, die uns freudig empfängt. Im Herbst schon haben wir den Pignolo 2009 schon probiert, heute ist es nun so weit, wir kaufen eine kleine Menge und zum Probieren noch ein wenig Merlot Rosè.

Nun auf Richtung Toskana! Nach einigen Stunden Fahrt landen wir zuerst in Siena, wo wir uns ein paar Stunden herumtreiben und eine Kleinigkeit essen, dann geht es gleich weiter nach Montalcino, ins Weingut von Andrea Cortonesi genannt "Ucceliera" (das Vogelhaus). Die gesamte Familie ist angetreten zu Begrüßung: Andrea himself, die alte Matrone, Andrea`s "Mamma", seine Frau Paola, Anna-Rita, die 5-jährige Tochter und auch Agnes, der gute Geist im Haus, die uns gleich in den Keller entführt, um die 16er zu verkosten. Ein Teil liegt in 1200 Liter Fässern, ein anderer Teil in neuen französischen Barriques und auch ein kleiner Teil in Fässern, die bereits das 2. oder 3. mal befüllt wurden. Auf den neuen Barriques fällt mir eine ins Holz geschlagene Jahreszahl auf - das "Geburtsjahr" der Eiche, wie mir Agnes erklärt - alle neuen Fässer tragen die Zahl 1634...
Das Verkosten nimmt keine Ende und wir sind froh, in Siena ein wenig was gegessen zu haben. 2015er, schon in den Zusammenstellungen, wie sie dann in die Flaschen kommen (Rosso, Rapace und natürlich Brunello), dann die Weine, die ich beim letzten Einkauf mitgenommen habe, im Vergleich zu jenen, die heute in Frage kommen. Hannah, die noch nie bei den Cortonesi`s war, ist ganz begeistert! Nach etlichen Stunden ist dann klar, was ich am nächsten Morgen mitnehmen werde und wir kommen ca. erst um 22.00 Uhr zu unserem Abendessen.

Nachdem wir erstens zu spät und zweitens zu viel gegessen hatten, war die Qualität des Schlafes nicht so gut. Ein wunderbar gedeckter Frühstückstisch vertrieb in wenigen Sekunden die Vorsätze weniger zu essen und wieder ist es los gegangen! Nach dem Ausfüllen der Zollformalitäten, der Übergabe der Rechnung und dem Bezahlen dann grosse Verabschiedung - in einigen Wochen, bei der Pro-Wein in Düsseldorf, werden wir uns wieder sehen.
Nächster Stop in Scansano, Nähe Grosseto. Leider ist Pietro, der Weinmacher, in Neapel und seine Angestellte übergibt uns die bestellten Weine. Der Vorteil ist, dass wir nun ein wenig mehr Zeit haben für Sightseeing. Hannah hat schon viel von Portfino gehört, will es sehen, so fahren wir dorthin zumal es fast direkt auf unserem Weg liegt.

Ab der Ausfahrt Genua dann heftige Windböen, Regen und später Schnee aus allen Rohren - unsere Ankunft in Monforte d`Alba verzögert sich ein wenig...
Doch wir haben Glück! Giulio Perin unser Quartiergeber von den "Case della Saracca" (www.Saracca.com) ist noch da und wir erfrischen uns ein paar Minuten später im wohlig warmen Zimmer. Ich erspar` euch die Beschreibung des Abendessens und fahr` mit dem Besuch bei Renzo Seghesio am nächsten Morgen fort. Zehn Uhr, pünktlich, läuten wir und dürfen einige Minuten drauf die ersten Weine probieren. Barbera, Nebbiolo "Ruri", die Cuvèe "Ars Vivendi" und natürlich die Baroli. Bumm!!! Wie erwartet, wahrlich grosses Theater!!!
Freut euch bereits drauf - nach einer gewissen Ruhezeit gibt es alle Weine ab 2. Februar zum Probieren.

Es ist kalt im Piemont. Auch hier bringt Schnee auch Kälte mit. Auf dem Weg zum Weingut "Luigi Penna & Figli" finden wir die Strassen glücklicherweise geräumt vor, ansonsten hätten wir ein Problem mehr am Hals gehabt...
Giulio ist noch nicht von einem Begräbnis zurück, so palavern wir ein wenig mit seinem "Zio". Meine Favoriten stehen sowieso schon fest, Giulio`s Flaggschiffe "Vigiotö" und N`golina, ein Nebbiolo und ein Barbera, aktueller Jahrgang 2013, sind die Objekte meiner Wünsche. Nach einem ordentlichen, etwas späten  Mittagessen das natürlich von Trüffeln beherrscht wird, geht es dann ab ins Veneto.

Der Zimmerschlüssel liegt wie immer bei Chiara in der Küche, weil wir, wie fast immer, zu spät dran sind! Ein ausgedehnter Spaziergang durch das nächtliche Santo Stefano macht uns wieder ein bissl hungrig. Auch hier ist wenig los und wir können während des Essens mit Chiara und Odetta ein wenig plaudern, erfahren ein paar Neuigkeiten...

Damit wir wissen, wie es dort ist, fahren wir am nächsten Morgen nach Cortina d`Ampezzo - gleich vorweg - es hat sich ausgezahlt!!!
Ausgepowert und hungrig treffen wir uns mit Mirco & Piero um Sieben wieder bei Chiara zum Austausch, Essen und natürlich auch diese wunderbare Gastfreundschaft zu genießen. Viel Platz haben wir nicht mehr im Auto, aber ein wenig Prosecco geht noch und wir verabschieden uns Richtung Venezia, das Hannah noch nicht gesehen hat. Die Hoffnung, dass nicht los ist dort, bestätigt sich nicht - wie muss es hier erst im Frühling oder Sommer zugehen?

Mitten in der Nacht kommen wir nach einer Woche wie siegreiche Krieger aus Italien zurück, vielleicht ein wenig müde noch, aber mit wunderbaren Erlebnissen, Eindrücken und Begegnungen und ich denk`mir: ...man muss nicht immer alles richtig machen im Leben, aber das mit der Idee den Wein betreffend, war gar nicht so deppert...



Portugal 2016!

Eine kleine Weinreise nach Portugal erfreute uns im heurigen Sommer.

Mit 92.212 Quadratkilometern Fläche (ca. 10.6 Mio Einwohner) etwa doppelt so groß wie Österreich, hat auch dort der Weinbau erstens Tradition sowie auch Qualität. Unser Ziel in Sachen Wein war das Dourotal! Durch die vielen Terrassen die sowohl vertikal wie auch horizontal angelegt sind, ähnelt es der Wachau. Der Douro hat sich aber wesentlich tiefer ins Erdreich gegraben und dieses Tal erscheint weit mächtiger als unsere Wachau…

Beim Weingut BULAS angetroffen durften wir eine Reihe von Weiß- u. Rotweinen sowie auch Portwein probieren, auf den wir uns schon freuen dürfen, weil ich eine kleine Menge davon schon bestellt habe!

Bei der Besichtigung einiger Weingärten wurde mir richtiggehend schlecht, so groß sind die Schäden in den Weingärten, verursacht durch Peronospora u. Oidium. Ungewöhnlich hohe Feuchtigkeit hat sich im Dourotal breitgemacht und Isabel, die Chefin vom Weingut, befürchtet Verluste in der Höhe von 70!!! Prozent.

Wie in vielen anderen Weinbaugebieten auf der Welt, sind auch dort die Menschen offenherzig und sehr freundlich. Die Gastronomie ist auf einem sehr hohen Niveau und man versteht die richtigen Weine mit den passenden Speisen zu kombinieren. Für uns waren die Weißweine (Alvarinho, Loureiro, Trajadura usw.)wesentlich interessanter als die Rotweine. Obwohl wir natürlich auch fantastische Rotweine getrunken haben… In Kombination mit Fischen und Meeresfrüchten sind natürlich Weißweine geeigneter.

Insgesamt war es für uns ein Erlebnis nach 31 Jahren wieder nach Portugal zu kommen. Auch Lissabon erschien uns total verändert und vor allem modernisiert, obwohl Armut auch dort noch ein Thema ist.

Wie schon Andrè Heller festgestellt hat: am Ende aller Reisen weiß man die Erde wieder rund (oder auf weinviertlerisch: dahaaam is dahaam).



Die zweite Jahreshälfte 2016

Momentan schaut es gut aus! Nach dem Frühjahrsfrost, dem Hagelschlag, dem Regen, der heuer ziemlich intensiv war im Vergleich zu den letzten Jahren, scheint sich das Wetter zu stabilisieren...

Eben habe ich von der „Statistik Austria“ Prognosen zur erwartenden Weinernte gelesen (-23% zum Vorjahr, minus 25% zum 5-Jahresschnitt).

Das Weinviertel ist im Vergleich zu anderen österreichischen Regionen noch mit einem „blauen Auge“ davon gekommen, obwohl der Peronospora- u. Oidiumdruck recht groß war!

Bleiben die nächsten Wochen stabil und der Regen setzt erst nach der Ernte wieder ein, dann können wir hoffnungsfroh auf einen guten 2016er Jahrgang warten...




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